Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 11. Dezember 2017

Winter für ein Wochenende

Das vergangene Wochenende war tatsächlich ein echtes Winterwochenende und schon versinkt die Welt im Verkehrschaos.

Aber ich hatte immer großes Glück, habe alle schneebedeckten Berge und Täler mit meinem braven Auto gut hinter mir gelassen, und durfte das märchenhafte Panorama im Bergischen Land mit so einem Schneegestöber erleben, das man vor lauter Schnee die Hand vor Augen kaum sehen konnte. Ich hab mein Weihnachtsgeschenk also schon erhalten und eingelöst.

Meinen aller herzlichsten Dank an Frau Holle, das sie mein tägliches Wintergebet bereits erhört hat.


Als ich nach Hause kam, sah es auf meinem Balkon so aus.


Die Süße, die im Schnee so hübsch aussieht.




Winterwonderland Solingen Hohscheid 10. Dezember 2017

Samstag, 9. Dezember 2017

Fressen statt Kultur oder echter Unterhaltung

Wieviel Kochsendungen gibt es im Fernsehen? Wieviele Zeitschriften gibt es übers kochen? Wieviele Blogs drehen sich ausschließlich nur ums essen?

Ist das alles was heute noch zählt? Gibt es wirklich nichts wichtigeres, schöneres worüber es sich zu reden lohnt, oder zu schreiben?

Gerade bei Facebook gibt es so viele Posts mit Bildern oder Sprüchen, die das Essen hypen, als gäbe es nichts wichtigeres, als sich die Augen zuzufressen.

Du bist fett? Macht doch nix, essen ist Dein Lebensinshalt. Nach dem Motto läuft es auf Facebook mittlerweile. Mastvieh, was sprechen kann. Merkt das keiner? Wer satt ist, ist viel zu träge um sich zu bewegen um etwas zu verändern. Ich würde sagen, läuft bei vielen.

Freitag, 8. Dezember 2017

Nichts ist so sicher wie die Veränderung

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie sehr sich der Fokus im Laufe eines Jahres verändern kann. Brannte ich doch am Anfang 2017 so sehr dafür, endlich mal eine Fernreise zu machen, hat sich das im Laufe des Jahres sehr stark relativiert. Ich habe einige Reisevlogs verfolgt und die Menschen beim Reisen begleitet. Dabei wurde mir klar, das bei aller Freude am Reisen doch eines am wichtigsten für jeden von uns ist. Ein richtiges Zuhause. Wo man sich so richtig wohlfühlt, das eine Atmosphäre verbreitet, die etwas über unsere persönlichen Vorlieben aussagt. Wo man am Ende des Tages heimkehren kann, erleichtert seufzend die Türe hinter sich schließt, und die Welt Welt sein lässt.

Naja und die geschätzten Leserinnen und Leser werden unschwer erkannt haben, das sich meine Liebe zu Pferden hier sehr stark verbreitet hat. Ich habe festgestellt, das ich alles habe, wonach mein Herz sich von Kindheit an gesehnt hat. Ich weiß noch ganz genau, was ich für Träume hatte, als kleines Mädchen, was ich immer gespielt habe. Ich bin angekommen in meinen Kindheitsträumen und gibt es etwas schöneres, als das sagen und auch erleben zu können? Der Weg war mit sehr vielen Umwegen verbunden, mit viel try and error, aber trotz aller Schlenker tue ich jetzt das, was ich immer tun wollte.

Klar ist immer noch einiges da, was geheilt werden will, aber ich kann nur sagen, es lohnt sich immer, seinen Träumen zu folgen und die Veränderung nicht zu scheuen, sondern sie zu begrüßen. Selbst wenn es sich am Anfang so anfühlt, als würdest Du kaum von der Stelle kommen, irgendwann kommst Du Dir näher und näher. Das Leben ist ein Weg, es gibt viel zu sehen und viel zu erleben. Dafür muss man nicht in ferne Länder reisen. Abenteuer gibt es überall zu erleben, gleich um die Ecke, ganz in Deiner Nähe.

Viele die in der Welt unterwegs sind, erzählen auch darüber, wie gut es uns hier in Deutschland geht, und das es keine Selbstverständlichkeit ist, wie wir hier leben. Auch das ist eine Botschaft, die einem bei aller Meckerei einmal bewusst werden darf. Sei einfach mal dankbar dafür, das Du dort bist, wo Du bist.




Ein Stück Heimat. Am letzten Wochenende pünktlich zum 1. Advent kam der erste Schnee.

Montag, 4. Dezember 2017

Ein vertrautes Gefühl

Gestern war für mich ein besonderer Tag. Nach 12 Jahren Abstinenz habe ich wieder auf einem Pferderücken gesessen und mich gleich zuhause gefühlt.

Vor einem Jahr habe ich mich dazu entschlossen, mein Leben endlich wieder mit Pferden zu verbringen und habe mir eine Beteiligung gesucht. Allerdings wollte ich nicht mehr reiten, sondern mich nur um ein Pferd kümmern. Nun ist das Pferd aber wieder reitbar geworden, weil wir doch vom Boden aus so viel mit ihm gearbeitet haben und es einen guten Sommer in einer Herde hatte, das wir langsam wieder beginnen können, das Pferd an einen Reiter auf dem Rücken zu gewöhnen.

Gestern war dann die Weihnachtsfeier im Stall, die ansich schon sehr schön war.

Der erste Schnee, auf dem Hof brannte ein offener Holzofen, an dem man sich wärmen konnte und es gab jede Menge Selbstgebackenes, Kaffee und Glühwein. Die Menschen die dort ihre Pferde stehen haben, sind alle sehr nett und das Ehepaar, die den Hof führen, sind engagierte Landwirte mit viel Liebe zum Pferd.

Und dann wurde Lou ein Reitpad und eine gebisslose Trense angezogen und ich durfte ein paar Runden mit ihr im Schritt reiten. Sie war so lieb und hat ihre Aufgabe hervorragend erledigt. Ich war für den Rest des Tages ein bisschen glücklicher als an anderen Tagen. Wobei ich wirklich sagen muss, das es mir mittlerweile gar nicht mehr so sehr ums reiten geht. Ich empfinde die Bodenarbeit, Seite an Seite mit einem Pferd als wesentlich effektiver und es macht sehr viel Freude durch Körpersprache mit einem Pferd zu kommunizieren.

Sonntag, 3. Dezember 2017

1. Advent


Pünktlich zum 1. Advent gibt es hier den ersten Schnee. Heute morgen als ich aufstand, war die Landschaft leicht angezuckert. Traumhaft. Dann bin ich gleich in der richtigen Stimmung, es mir gemütlich zu machen.

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern einen schönen 1. Advent.



Freitag, 1. Dezember 2017

Adventkalender alle Jahre wieder

Ich kann nicht verstehen, wie man sich nichts aus einem Adventkalender machen kann. Unvorstellbar, im Dezember keinen zu haben.
Dieses Jahr gibt es bei mir einen von Lindt, den ich schon vor 3 Wochen bekommen habe. Ich hab es tatsächlich geschafft, erst heute das erste Türchen aufzumachen.



Bei uns im Bergischen Kreis haben sich die Reiter und Besitzer von Pferden dazu entschlossen, Kindern Zeit mit ihrem Pferd zu verschenken. Ich finde das eine wunderbare Idee. Ich bin immer wieder begeistert, wie selbst kleine Kinder mutig auf die Pferde zugehen und wie vorsichtig die Pferde mit den Kindern sind.

Das ist unsere Lou, hier mit dem kleinen Sohn von einer Arbeitskollegin der Besitzerin. So süß die Beiden <3

Montag, 27. November 2017

Jeder hat seine eigene Welt

Du hast eine Pechsträhne? Die letzten Monate waren alles andere als lustig für Dich?

Menschlich, finanziell und politisch findest Du diese Welt zum kotzen? Da finden sich eine Menge Leute, die das Gleiche fühlen wie Du, und Ihr versteht Euch wirklich gut.

Du bist frisch verliebt, die Welt ist einfach nur schön, alle Menschen haben sich lieb und Du bist umgeben von Menschen, die voller Liebe sind? Ihr seit Euch einig, die anderen sind echte Pessimisten. Sie sehen nicht, wie schön diese Welt sein kann.

Man findet immer die, die gerade mit Dir im Gleichtakt schwingen und nicht verstehen können, wie die anderen gerade in einem völlig anderen Universum unterwegs sind.

Komisch, oder?

Samstag, 25. November 2017

Auf dem falschen Planeten gelandet

Manchmal hab ich das Gefühl, das ich auf dem falschen Planeten gelandet bin

ich verstehe diese Wesen nicht, die sich Menschen nennen, sich menschlich nennen und dann so viel Leid verbreiten.

Ist das Menschsein, ohne Bewusstsein einfach dem anderen alles um die Ohren zu hauen?


Manchmal sollen mich einfach alle in Ruhe lassen, sollen doch ihre eingebrockte Suppe selber wieder auslöffeln.

Ich bin wohl zu verletzlich, um hier einfach so mitzuleben,

zu misstrauisch geworden,

weil ich oft auf Worte reingefallen bin, die nichts zu bedeuten hatten.

Wer sich mir nähern will, muss verdammt vorsichtig sein und viel Geduld haben und Zeit.

Ich bin nicht mehr kompatibel mit jenen, die so ohne jedes Bewusstsein ihre Tage ableben.

Spüre zuviel und kann vieles nicht mehr in Worte fassen.



Politgeschwurfel

Jetzt kippt die SPD wieder, die den Mund so voll genommen hat nach der Wahl. Was für ein Kasperltheater von den bezahlten Statisten der Wirtschaftslobby.

Es sei erlaubt zu sagen, das es vollkommen egal ist, wer angeblich Kanzler oder Minister ist oder wird. Regiert wird an anderer Stelle. Das es Deutschlands Wirtschaft so gut wie nie geht, kommt beim einzelnen Bürger schon lange nicht mehr an. Ich merke nur, das mein Geld bis zum Ende des Monats kaum mehr reicht und mein Lebensstil ist minimalistisch.

Deutschland ist im Ausverkauf. Die Unternehmensberater, es sind immer die üblichen Verdächtigen, kommen in die Firmen und als erstes werden mal jede Menge Leute entlassen. Denn der Aktionär will schließlich Dividende sehen. Und dann wird zwangsfusioniert auf Teufel komm raus und das Ergebnis wird den sowieso schon fast als Monopolisten zu bezeichnenden handverlesenen Firmen zugeführt. Siemens ist das aktuelle Beispiel.

So. Und wer da in den nächsten 4 Jahren den Namen hinhält, ist doch gelinde gesagt sch....egal.

Donnerstag, 23. November 2017

Graue Haare? Ja oder nein

Mir geht das Färben meiner Haare langsam auf die Nerven. Alle vier Wochen muss der Ansatz gefärbt werden und alle 12 Wochen werden ein paar Highlights eingebracht.

Meine Freundin hat ja glücklicherweise einen Friseurladen und macht das im Handumdrehen. Aber ich habe schon seit fast 40 Jahren mit grauen Haaren zu tun. Erst war es nur eine kräftige Strähne im Ponybereich, die ich mit knapp 20 aber nicht haben wollte. Also begann ich mit dem Färben, aber jetzt bin ich es echt leid.

Daher steht mein Entschluß fest. Ich will es wissen, ob mir grau steht oder nicht. Gestern habe ich mir das letzte Mal den Ansatz wegfärben lassen und jetzt werde ich 10 Wochen durchhalten müssen, um das grau durchzulassen, was da kommen wird. Zum Glück ist ja Mützensaison und ich hab ja auch noch meine tolle Langhaarperücke, die mir so gut steht, wenn ich dann mal richtig toll aussehen will. Und dann werde ich es wagen. Und wenn es mir gar nicht gefällt, dann kommt halt gleich wieder Farbe drauf.

Birgit Schrowange hat es auch getan und ich finde, es steht ihr sehr gut. Mit so einem Ergebnis könnte ich gut leben.


Ich mag meine Langhaarperücke und auch diese Farbe. Aber mit meinen Haaren wird das nix mehr.


Freitag, 17. November 2017

Lächerlich

Die Tiefseetiere sind inzwischen auch mit Plastikpartikeln verseucht. Ein Großteil der Insekten ist verschwunden und die Veganer regen sich auf, wenn Du Lederschuhe trägst.

Wie albern ist das? Wir sind die Guten und für uns sterben keine Tiere? Das ist Denken von 12 bis Mittag. Macht Euch nicht lächerlich mit eurer Selbstbeweihräucherung.

Wer glaubt, das er Gemüse, Getreide und Obst isst, was nicht mit Pestiziden besprüht wurde, schaut einfach nur weg. Und Schuhe, Taschen oder Gürtel aus Plastik tragen auch nicht zum Erhalt der Erde bei. Sich besser fühlen als andere kann schnell zur einseitigen Betrachtungsweise führen.


Donnerstag, 16. November 2017

Seltenheitswert

Wenn man einmal gelernt hat, das Alleinsein zu schätzen und mit sich selbst gut auszukommen macht man nur noch wenig Kompromisse um sich selbst und das, was einem etwas bedeutet, zu verleugnen.

Die Sehnsucht bleibt zwar nach jemanden, der gut zu einem passt, aber das wars auch schon.

Freitag, 10. November 2017

Interessante Erkenntnisse

Ich habe mich schon öfter gewundert, wie manche Menschen ticken, dachte aber das bestimmte Dinge sich in der heutigen Zeit geändert haben.

Vor ein paar Tagen traf ich einen Bekannten auf der Straße, vor seinem Haus und wir kamen ins Gespräch. Irgendwie kamen wir auf das Gespräch Beziehungen.

Er lebt mit einer Frau zusammen, die vor 2 Jahren zu ihm gezogen ist. Er fragte mich, warum ich Single sei, ich wäre doch eine attraktive Frau.

Darauf habe ich ihm geantwortet, das ich keinen passenden Mann kenne, mit dem ich eine Partnerschaft eingehen wollte und ich wollte auch nicht mit jemanden so zusammen leben.

Aber ob ich denn nicht den wirtschaftlichen Aspekt bedenke, man hätte doch mehr Geld zur Verfügung, wenn man sich zusammentut........

Vielleicht liegt es daran, das ich nicht sehr materiell eingestellt bin, aber das wäre wirklich der letzte Grund, warum ich nach einer Partnerschaft strebe. Ich weiß, das es auch genug Frauen gibt, die Ausschau nach einer "guten Partie" halten. Aber hej, der Preis ist eindeutig zu hoch und die Rechnung geht nicht auf.

Schaut euch um in der Welt der Schönen und Reichen. Man kann zwar mehr konsumieren, aber sonst?

Also entweder möchten Männer ab 50 eine deutliche jüngere Frau haben, dann sind sie meist selber gut gestellt, oder sie möchten wirtschaftlich besser da stehen und jemanden haben, der sich um den Haushalt kümmert und sie im Alter pflegt. Ich habe Vorurteile? Nein, das sind die Erkenntnisse, die ich aus meinem Singledasein ziehe.

Wie es umgekehrt bei den Frauen steht? Darüber möge ein Mann aus seiner Sicht erzählen.




Dienstag, 7. November 2017

Die 4 natürlichen Feinde eines Menschen

"Kann jeder ein Wissender sein?" fragt Castaneda Don Juan.
"Nein nicht jeder", antwortet dieser.
"Was muß denn ein Mensch tun, um ein Wissender zu werden?"
"Er muß seine vier natürlichen Feinde herausfordern und besiegen. Ja ein Mensch kann sich nur dann wissend nennen, wenn er fähig ist, alle vier Feinde zu besiegen".
"Kann denn jeder, der diese Feinde schlägt, ein Wissender sein?"
"Jeder, der sie besiegt hat, wird ein Wissender".
"Aber gibt es nicht irgendwelche besonderen Bedingungen, die ein Mensch erfüllen muß, bevor er mit diesen Feinden kämpft?"
"Nein jeder kann versuchen ein Wissender zu werden; sehr wenigen gelingt es wirklich, aber das ist nur natürlich. Die Feinde, die ein Mensch der ein Wissender werden will auf dem Weg des Lebens trifft, sind wirklich schrecklich, die meisten Menschen unterliegen ihnen."
"Was für Feinde sind das, Don Juan?"
"Wenn ein Mensch anfängt zu lernen, ist er sich über seine Ziele nicht klar. Sein Vorsatz ist schlecht, seine Absicht wage. Er hofft auf Belohnungen, die nie eintreffen werden, denn er weiß nichts von den Härten des Lebens. Er beginnt langsam zu lernen - zuerst Schritt für Schritt, dann in größeren Sprüngen. Und bald sind seine Gedaken durcheinander. Was er lernt, ist nicht was er sich ausgemalt hat und so beginnt er sich zu ängstigen. Lernen ist niemals, was man erwartet hat. Jeder Schritt des Lebens ist eine neue Aufgabe, und das Erleben der Furcht nimmt erbarmungslos und unnachgiebig zu. Sein Vorsatz wird ein Schlachtfeld.
Und so ist er über seinen ersten Feind gestolpert: DIE FURCHT!
Ein schrecklicher Feind - tückisch und schwierig zu überwinden. Er bleibt an jeder Wegbiegung verborgen, lauernd, wartend. Und wenn der Mensch, erschrickt durch ihre Anwesenheit, fortläuft, wird sein Feind seine Suche beendet haben."
"Was geschieht mit dem Menschen, wenn er aus Furcht davonläuft?"
"Nichts geschieht mit ihm, nur wird er niemals lernen. Er wird niemals ein Wissender werden. Er wird vielleicht ein Angeber oder ein harmloser ängstlicher Mensch; auf jeden Fall wird er ein geschlagener Mensch sein. Sein erster Feind wird seinem Verlangen ein Ende gesetzt haben."
"Und wie kann er die Furcht besiegen?"
"Die Antwort ist sehr einfach. Er darf nicht fortlaufen. Er muß seine Furcht besiegen, er muss ihr trotzen und den nächsten Schritt gehen und den nächsten und den nächsten. Er muß nur aus Furcht bestehen und daß darf er nicht aufhören. Das ist die Regel! Und ein Moment wird kommen, wo sein erster Feind zurückweicht. Der Mensch beginnt sich seiner selbst sicher zu sein. Sein Vorsatz wird stärker. Lernen ist nicht länger eine erschreckene Aufgabe. Wenn dieser glückliche Moment gekommen ist, kann der Mensch, ohne zögern sagen, daß er seinen ersten natürlichen Feind besiegt hat."
"Geschieht das plötzlich, oder allmählich?"
"Es geschieht allmählich, doch wird die Furcht plötzlich und schnell überwunden."
"Aber wird ein Mensch sich nicht wieder fürchten, wenn ihm etwas Neues geschieht?"
"Nein ein Mensch, der einmal die Furcht überwunden hat ist für den Rest seines Lebens frei von ihr, weil er anstatt der Furcht Klarheit gewonnen hat - eine Klarheit der Gedanken, die die Furcht auslöscht. Aber dann kennt ein Mensch seine Wünsche: er weiß sie zu befriedigen. Er kann die neuen Schritte des Lebens voraussehen, und alles ist von deutlicher Klarheit umgeben. Der Mensch fühlt, dass nichts verborgen ist. Und so hat er seinen zweiten Feind getroffen: DIE KLARHEIT!
Diese Klarheit der Gedanken, die so schwierig zu erlangen ist, vertreibt die Furcht, aber sie macht auch blind. Sie zwingt den Mensch, sich niemals selbst anzuzweifeln. Sie gibt ihm die Sicherheit, alles zu tun, was ihm gefällt, denn er sieht die Dinge klar. Und er ist mutig, denn er ist sicher und er schreckt vor nichts zurück, weil er sich eben sicher ist. Aber all das ist ein Fehler, es ist etwas unvollständiges. Wenn der Mensch dieser vorgetäuschten Macht nachgiebt, ist er von seinem zweiten Feind besiegt worden und wird mit dem Lernen spielen. Er wird eilen, wenn er geduldig sein soll, oder er wird geduldig sein, wenn er eilen sollte. Und er wird mit dem Lernen spielen, bis er endet, unfähig, noch irgendetwas zu lernen."
"Was wird aus dem Mensch, der so besiegt wird, Don Juan, stirbt er deswegen?"
"Nein, er stirbt nicht. Sein zweiter Feind hat ihn nur kaltgestellt bei dem Versuch ein Wissender zu werden. Statt dessen könnte aus ihm ein gleichgültiger Kämpfer werden oder ein Clown. Aber die Klarheit, für die er so teuer bezahlt hat, wird sich nie wieder in Dunkel oder Angst verwandeln. Er wird klar sehen, so lange er lebt, aber er wird auch nichts mehr lernen, oder nach irgendwas suchen."
"Was muß er tun, um nicht besiegt zu werden?"
"Er muß tun, was er mit der Furcht getan hat: er muss seiner Klarheit trotzen und nur mit ihr sehen und geduldig warten und vorsichtig abwägen, bevor er neue Schritte tut; er muss vorallem denken, dass seine Klarheit fast ein Fehler ist. Und ein Augenblick wird kommen, da er verstehen wird, dass seine Klarheit nur ein Punkt vor seinen Augen war. Und so wird er seinen zweiten Feind besiegt haben und er wird in eine Lage kommen, in der ihm nichts mehr Schaden kann. Das wird sein Feind sein. Es wird nicht nur ein Punkt vor seinem Auge sein, es wird wahre Macht sein.
Zu diesem Zeitpunkt wird er wissen, dass die Macht, die er schon so lange gesucht hat, endlich die seine ist. Er kann mit ihr machen, was ihm gerade dazu einfällt. Er beherrscht seinen Verbündeten. Sein Wunsch ist Gesetz. Er sieht alles was um ihn herum ist. Aber er hat auch seinen dritten Feind getroffen: DIE MACHT!
Macht ist der stärkste aller Feinde. Und natürlich ist es das Einfachst, nachzugeben. Schließlich ist der Mensch unbesiegbar.
Er befiehlt, er beginnt berechnete Risiken einzugehen und macht Gesetze, denn er ist der Herrscher.
Ein Mensch auf dieser Stufe bemerkt kaum, wie der dritte Feind ihn einkreist. Und plötzlich wird er, ohne es zu merken, gewiss seinen Kampf verloren haben. Sein Feind wird ihn zu einem grausamen, unberechenbaren Menschen gemacht haben."
"Wird er seine Macht verlieren?"
"Nein, er wird niemals seine Klarheit oder seine Macht verlieren."
"Was wird ihn dann von einem Wissenden unterscheiden?"
"Ein Mensch, der von der Macht besiegt ist, stirbt, ohne wirklich gewusst zu haben, wie mit ihr umzugehen ist. Macht ist nur eine Last über sein Schicksal. Solch ein Mensch hat keine Gewalt über sich selbst und kann nicht entscheiden, wann oder wie er seine Macht anwenden soll."
"Ist eine Niederlage durch einen dieser Feinde eine endgültige Niederlage?"
"Natürlich ist sie endgültig. Wenn einer dieser Feinde einen Menschen zu Fall gebracht hat, gibt es nichts, was er noch tun kann."
"Ist es zum Beispiel möglich, dass ein Mensch, der von der Macht besiegt wurde, seinen Fehler einsieht und auf seinen Weg zurückkehrt?"
"Nein, wenn ein Mensch einmal nachgibt, ist er erledigt."
"Aber was geschieht, wenn er nur vorübergehend von der Macht geblendet wird und sie dann zurückweist?"
"Das bedeutet, dass sein Kampf noch weiter geht. Dass bedeutet, dass er immernoch versucht ein Wissender zu werden. Ein Mensch ist nur dann besiegt, wenn er nicht länger versucht und sich selbst aufgibt."
"Aber ist es dann nicht möglich, Don Juan, dass ein Mensch sich vielleicht jahrelang der Furcht ergibt, aber er sie schließlich besiegt?"
"Gewiss nicht. Wenn er sich der Furcht ergibt, wird er sie niemals besiegen, weil er das Lernen scheuen und es nie wieder versuchen wird. Aber wenn er inmitten seiner Furcht jahrelang zu lernen versucht, wird er sie eventuell besiegen, weil er sich ihr nie ergeben hat."
"Wie kann er seinen dritten Feind besiegen, Don Juan?"
"Er muss ihn vorsätzlich herausfordern. Er muss einsehen, dass die Macht, die er scheinbar gewonnen hat, niemals wirklich seine ist. Er muss sich jeder Zeit selber beherrschen, und alles, was er gelernt hat, vorsichtig und ehrlich gebrauchen. Wenn er sieht, dass Klarheit und Macht ohne Selbstbeherrschung schlimmer als Fehler sind, wird er einen Punkt erreichen, wo sich ihm alles fügt. Dann wird er wissen, wann und wie er seine Macht gebraucht. Und so wird er seinen dritten Feind besiegt haben. Der Mensch wird am Ende seiner Reise des Lebens sein, und fast unversehens wird er dem letztem seiner Feinde begegnen: Dem Alter!
Dieser Feind wird der grausamste von allen sein, er ist der, den er nicht völlig schlagen kann, sondern nur bekämpfen. Das ist die Zeit, da ein Mensch keine Furcht mehr kennt, keine ungeduldige Klarheit der Gedanken - das ist eine Zeit, da er seine Macht beherrscht, aber es ist auch die Zeit, da er ein unüberwindliches Verlangen nach Ruhe hat. Wenn er seinem Verlangen, auszuruhen und zu vergessen völlig nachgibt, wenn er sich selbst in Müdigkeit wiegt, wird er seine letzte Runde verloren haben und sein Feind wird ihn zu einem schwachen, alten Geschöpf niederstrecken. Sein Verlangen sich zurückzuziehen wird all die Klarheit, seine Macht und sein Wissen unterdrücken. Aber wenn der Mensch seine Müdigkeit abschüttelt und sein Schicksal zu Ende lebt, kann er ein Wissender genannt werden, wenn auch nur für den kurzen Augenblick, da es ihm gelingt, seinen letzten unbesiegbaren Feind abzuschütteln. Dieser Augenblick der Klarheit, der Macht und des Wissens ist genug."
~C. Castaneda

Donnerstag, 2. November 2017

Die Liste der Dankbarkeit

An anderer Stelle habe ich bereits über sie geschrieben, einer meiner Lehrerinnen im virituellen Sinne, Vera Birkenbihl.

Sie hat der Nachwelt ihre Vortragsvideos auf Youtube hinterlassen und sie sind für mich immer ein Quell des freudigen Lernens.

Von ihr habe ich auch die Anregung Listen anzulegen, z.B. mit Ideen, oder auch eine Dankbarkeitsliste.

Wenn es mal wieder Tage gibt, an denen du dich ärgerst, oder sehr traurig bist, dann hole dir die Dankbarkeitsliste hervor und schau darauf, damit du weißt und dich erinnerst, was du alles in deinem Leben hast, wofür du dankbar sein darfst.

Am einfachsten legst du sie alphabetisch an, dann fallen dir die meisten Sachen ein. Du kannst sie immer wieder ergänzen, wenn dir wieder etwas einfällt.

Auf meiner Dankbarkeitsliste dieses Jahr ganz oben stehen natürlich, das ich wieder mit den Pferden zusammen sein darf. Unbezahlbar, was sich dadurch in diesem Jahr in mir und an mir verändert hat.

Als ich sie letztes Jahr im Dezember kennengelernt habe, war sie unreitbar. Und ich wollte mich eigentlich nie wieder auf ein Pferd setzen. Und nun stehen wir Beide kurz davor, es miteinander noch mal neu zu probieren.


Sonntag, 29. Oktober 2017

Nicht immer ist Licht und Liebe das richtige Mittel

Das war für mich immer suspekt, diese Menschen, die anscheinend alles mit Licht und Liebe zudecken. Selbst die tiefsten Wunden.

Das funktioniert nämlich nicht. Entweder wirst Du selber krank, weil es ein Akt des Verdrängens ist, den Du Dir selber schön redest,

oder Du explodierst eines Tages dermaßen und meist an einer völlig falschen Stelle.

Alles hat eben doch mindestens 2 Seiten. Und wenn Dir einer im Leben mal so richtig und ganz gezielt das Leben zur Hölle gemacht hat,

ja dann hat man mit dem eben eine Rechnung offen. Und es kommt der Tag, an dem Du Dein verletztes ich, nenn es von mir aus inneres Kind,

beschützen musst, und als Erwachsener dafür sorgst, das hier aufgeräumt gehört.

Und komm mir nicht mit Vergebung. So einfach ist das nicht.


Dienstag, 24. Oktober 2017

Das Berufsleben in der Rückblende betrachtet

Seit über 2 Jahren bin ich jetzt nicht mehr berufstätig. Ich vermisse es wirklich keine Sekunde.

Ist es nicht furchtbar, das man so viel Zeit seines Lebens verbringt, um an einen Ort zu gehen, der einem meistens nicht gefällt, um mit Menschen zu arbeiten, mit denen man privat keine Minute verbringen würde. Und es ist ja nicht gerade besser geworden mit dem Arbeitsklima in den Firmen.

Muß das so sein? Macht das wirklich ein gelebtes Leben aus? Selbstdisziplin ist ja gut und schön, aber wenn die Arbeit und die Menschen einen krank machen, Du es aber schon gar nicht mehr merkst, weil Du es verdrängst und ja schließlich das Geld brauchst, um über den Monat zu kommen?

Ich habe so viel Zeit, all dies und noch mehr zu reflektieren. Es ist wirklich schade, das man mit diesem Wissen nicht als Jugendlicher konfrontiert wurde. Ich hätte erstens Mal noch sorgfältiger meine Berufswahl durchdacht und wäre nicht unnötig lange irgendwo geblieben, wo ich mich nicht wenigstens einigermaßen wohl gefühlt habe. Wobei ich das tatsächlich bis auf die letzten 5 Jahre nicht getan habe. Da hab ich einfach nur durchgehalten, in der Hoffnung, noch den Vorruhestand mitzunehmen. Und das habe ich getan.

Viele schauen aber bei der Berufswahl zunächst mal auf den Verdienst, damit sie sich möglichst viel Urlaub, ein Haus, das tolle Auto und all die Klamotten leisten können, die ihnen so begehrlich erscheinen. Damit sie sich dann in einer Abhängigkeitsspirale wiederfinden, um all das am Laufen zu halten. Damit die Bank und der Chef sie am Gängelband führen können, wie einen Stier mit dem Ring durch die Nase. Und sie denken, das sie nichts dagegen tun können.

Und das Schlimmste ist, das man sein teures Haus und sein teures Auto kaum geniessen kann, weil man ja recht selten zu Hause ist. Irgendwie macht das alles keinen Sinn, oder?









Samstag, 21. Oktober 2017

Es lohnt sich auf jeden Fall.......

Wofür es sich zu leben lohnt


Für das Rauschen des Meeres,

für das Funkeln der Sterne,

für das Leuchten in den Augen derer,

die wir lieben.

Für die Musik und für den Tanz,

für die leisen Momente

und für das Innehalten im Trubel der Tage.

Für die Zärtlichkeit

und für die Sonne in unseren Herzen.

Für unsere unermüdliche Hoffnung.

Jochen Mariss


Gestern Abend war ich auf eine Disco Fox Tanzveranstaltung. Es gibt Paare, die schon seit Anbeginn ihres Zusammenseins zusammen gut zusammen tanzen.

Solche Paare waren gestern abend auch dabei. Junge und ältere Menschen, die ein Leuchten in den Augen haben, wenn sie in Harmonie zu Musik übers Parkett gleiten.

Man soll gar nicht glauben, wieviel Anmut und Grazie in manchen Männern beim tanzen steckt.

Ich stand mit meiner Freundin am Eingang, da wir beide die Gäste in Empfang genommen und ihnen einen Willkommensdrink angereicht haben. So konnten wir natürlich die Menschen genau betrachten, wenn sie ankamen.

Bei manchen Männern dachte ich, was machen die hier, die können doch gar nicht tanzen. Weit gefehlt. Einer, der sehr ernst, sehr distanziert wirkte, als er hereinkam, machte eine völlige Verwandlung auf dem Parkett durch. Plötzlich war da ein Leuchten in den Augen, und er lächelte seine Partnerinnen in charmantester Art und Weise an. Und wie er sich bewegen konnte, Donnerwetter. Anmutig und leicht führte er seine Tanzpartnerin durch jede Figur. Wunderbar.

Ich hab gestern wieder viel über meine Vorurteile gelernt.

Freitag, 20. Oktober 2017

Roi kommt in die Schule, die Pferdeausbildung beginnt


Der Weidesommer ist jetzt offiziell vorbei, die Pferde kommen nachts wieder in die Boxen, weil das Wetter zu nass wird und das ist auf Dauer nicht gut für die Pferdehufe.

Der kleine zweijährige Roi, der ja dieses Jahr von der Fohlenwiese in die große Herde der Erwachsenen gewechselt ist, kommt jetzt in die Schule. Und es gibt eine Menge zu lernen.

Er geht jetzt schon mal als Handpferd, das heißt am Strick und Halfter mit einem anderen Reiter ins Gelände, damit er das kennenlernt.

Er lernt spielerisch in der Halle über auf dem Boden liegende Stangen zu gehen, über raschelnde Planen aus Kunststoff zu laufen auf kleine Kommandos zu hören und noch vieles mehr.

Wichtig ist, das das Vertrauen zum Menschen immer erhalten bleibt, wir ihn nicht überfordern, die Konzentrationsspanne ist genau wie bei Kindern sehr kurz. Ich übe mit ihm maximal 15 Minuten am Tag, und wenn er etwas gut gemacht hat, hören wir sofort auf.

Im Augenblick ist er eher sowas wie ein großer verspielter Hund, der einem gerne überall hin folgt. Vorgestern musste ich etwas in den Sattelschrank räumen und hatte ihn dabei am Strick. Hätte ich ihn gewähren lassen, wäre er mit den Vorderhufen mit in den Schrank, der recht groß ist, geklettert, einfach nur weil ich da auch zugange war.


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Pfannkuchenzeit

Seit Wochen habe ich morgens eine neue Lieblingsspeise. Einen Quark-Früchte-Pfannkuchen.

Es ist so einfach und so lecker, das ich jetzt seit ungefähr 2 Monaten jeden Morgen einen davon esse. Mittlerweile bin ich zur Perfektion des Zubereitens gelangt.

Der Teig für einen Pfannkuchen entsteht aus

1 Ei

100 gr. Magerquark

1 Tütchen Vanillezucker

1/2 Tütchen Vanillepuddingpulver

wer mag noch etwas Extrazucker

Alles gut verrühren mit Lieblingsobst bestücken und auf mittlerer (nicht auf voller) Hitze anbacken, bis die Ränder fest sind und man ihn wenden kann.

Herdplatte ausschalten und den umgedrehten Pfannkuchen auf der anderen Seite garen lassen.

Ich hab leider noch kein Foto davon gemacht, dafür ist er immer zu schnell aufgegessen.






Mittwoch, 18. Oktober 2017

Lieblingstage

Mein Tag heute. An solchen Tagen fühle ich mich wie im Traum. Es stimmt einfach alles. Dieses Jahr hatte ich schon einige Tage, an denen alles so richtig gut war.

Das war früher eher die Ausnahme. Heute ist es immer wiederkehrend. Das kann man nicht kaufen und es gehört auch kein anderer dazu, der mich glücklich macht. Das Glück und die Zufriedenheit kommen aus mir heraus. Ich bin mit mir und der Welt zufrieden.

Mittlerweile merke ich, wenn mein innerer Nörgler wieder anfangen will, zu stänkern. Ich höre mir eine Weile beim denken zu und dann ist Schluß damit. Es sind so alte Muster. Das Haar in der Suppe finden. Beleidigt sein, weil einer nicht so will wie ich. Dann denke ich, wie kindisch. Du bist jetzt erwachsen und weißt, das andere Menschen andere Ziele und andere Wertvorstellungen haben. Also lass sie. Solange sie mir nicht wirklich schaden, sollen sie tun, was sie möchten. Ich halte es umgekehrt ja genauso. Freiheit ist eben keine leichte Sache.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Herbstwochenende vom Feinsten

Was für ein schönes Herbstwochenende.

Egal was man auch immer draußen tun kann, es fühlt sich viel besser an, wenn die Sonne scheint und einen wärmt.



Da ist es wieder, dieses wunderbare Herbstlicht, bei dem einfach alle Fotos irgendwie magisch werden



Freitag, 13. Oktober 2017

Qigong das neue Yoga?

Vor gut einem Monat bin ich auf einen Vortrag über Qigong Übungen gestoßen. Seit dem mache ich eine 100 Tage Übung, um zu prüfen, ob es tatsächlich so wertvoll ist, wie in dem Vortrag beschrieben.

Es ist eine Kombination aus Atemübungen, Meditation und körperlichen Übungswiederholungen, die die Lebensenergie im Körper auffrischen und die Leitbahnen , Meridiane, von Blockaden befreit.

Da ich ein Anhänger der TCM bin und mir Yoga nicht besonders liegt, mache ich also 3 verschiedene, leichte Übungen, in mehrfachen Wiederholungen jetzt jeden Morgen. Und meine Schulter-Nacken Probleme, die ich wirklich schon sehr lange habe, verbessern sich deutlich. Ich war letztens abends so locker, das ich im Bett lag und dachte ich schwebe. Unglaublich gutes Gefühl.

Wer vertiefte Informationen haben möchte, hier ist ein interessanter Link

https://taiji-forum.de/qigong/


Sonntag, 8. Oktober 2017

Herbstblues

Dieses Jahr ist der Herbst eine echte Herausforderung für mich. Es ist zu nass und zu kalt für mich. Irgendwie bin ich noch nicht bereit, auf die wärmende Sonne zu verzichten und das Licht fehlt mir jetzt schon.

Eigentlich habe ich ja immer Glück, wenn ich auf die Weide gehe um die Pferde einzusammeln. Meistens macht der Regen gerade eine Pause. Aber es ist sehr rutschig an den Weidenhängen, man muss aufpassen, das man nicht auf der matschigen Weide landet, trotz Gummistiefel und allem was dazu gehört.

Das schlechte Wetter macht die Menschen und auch die Tiere mürrisch und selbst unsere Stute ist seit 14 Tagen richtig schlecht gelaunt und zeigt das sehr deutlich. Sie ist sowieso eine Einzelgängerin in der Herde, aber wenn sie im Laufstall ist, also in den ein oder zwei Stunden am Tag, wenn sie geputzt und gefüttert wird und wir ein bisschen zusammen arbeiten, müssen die anderen Pferde schon aufpassen, das sie nicht ihre Hufe zu spüren bekommen.

Nun kommt die Zeit, das die Pferde die große Sommerweide verlassen müssen, was auch durch die steigende Verletzungsgefahr gerechtfertigt ist. Sie kommen nachts in den Stall und tagsüber auf eine großes gemeinsames Paddock, wo reichlich Heu bereit steht, damit sie aufgrund von aufkommender Langeweile nicht anfangen, sich gegenseitig zu verprügeln.

Dieser Sommer, der ja eigentlich im Juli geendet hat, zumindest gefühlt bei uns, war mir ein bisschen kurz. Die Sehnsucht nach wärmender Sonne steigt zunehmend und ich lauere auf ein schönes Reiseangebot, doch noch auf den Kanaren ein wenig Sommerwärme zu erhaschen. Airberlin und Rynair haben ja etliche Flüge gestrichen und die Preise fürs Fliegen steigen wieder merklich.

Mal sehen, ob ich es dieses Jahr noch verwirklichen kann. Mein einziger Trost derzeit.


Mittwoch, 20. September 2017

Tue dies, lasse das, nein danke

Ständig wirst Du mit den neuesten Erkenntnissen überhäuft.

Kokosöl der Alleskönner. Das war gestern. Kokosöl im Körper ist nicht gut, so heute.

Du musst vegan sein, sonst bist Du nicht im Trend. Hatte ich schon, vor über einem Jahr und mein Körper hat gesagt, Du spinnst wohl.

Von mir aus können die Trends kommen und gehen. Solange mich jemand nicht dauernd zwangsmissionieren will, soll's mir egal sein.

Jetzt kommen ein paar extreme Tierschützer daher und behaupten, das jede Haustierhaltung eine Zwangsversklavung sei.

Ach ja und die Erde ist neuerdings wieder eine Scheibe. Ehrlich. Es gibt wieder Leute, die das steif und fest behaupten.

In manchen Köpfen herrscht wohl sehr viel ungenutztes und gelangweiltes Potential. Lustig oder auch gruselig ist, das es, egal wie absurd eine Botschaft klingen mag, immer sofort Anhänger der neuen Erkenntnisse gibt. Das erschreckt mich am meisten.

Wenn mir wieder alles zu blöd wird, schnapp ich mir das Pferd und Ruhe ist.

Freitag, 15. September 2017

Das Gefühl von Sicherheit

Ein Urbedürfnis der Menschen. Deshalb haben sie sich zu allen Zeiten zu Gruppen zusammen geschlossen. Später zu Großfamilien. Jetzt sind es im besten Fall nach Kleinfamilien, aber sehr oft eben auch Singles.

Von der Psychologie her fühlen sich Singles nur dann sicher, wenn sie in einer Familie eingebettet sind, die ihnen Halt gibt oder in einen wirklich guten Freundeskreis.

An dieser Stelle setzt jegliche Manipulation in der Werbung und auch in der Politik an. Gefährlicher weise klappt es bei den meisten, die nicht hinter die Fassade dieser platten Anmache schauen können.

Eins ist sicher, Sicherheit gibt es nicht und ist eine Illusion.

Immer, egal in welcher Verbindung man zueinander steht.

Von daher ist es lebenswichtig auf eigenen Beinen zu stehen und auch mal gut alleine sein zu können. Wenn man das verstanden hat, ist es leichter mit den Herausforderungen des Lebens klar zu kommen

Ich möchte hier noch einen Nachsatz zu Kindern schreiben. Kinder können nur sicher werden, wenn sie in ihrer Kindheit das Gefühl von Sicherheit bekommen haben. Das sie sich beschützt fühlen und gesehen. Das ist die Grundlage. Und ich bezweifle, das ein Kind in der heutigen Zeit, wo Papa und Mama nur noch durch Vollzeitarbeit die Existenz für eine Familie sichern können, das Gefühl bekommen, in der Familie sicher zu sein und wirklich gesehen zu werden.

Gestern habe ich einen Bericht über die neue Kinderarmut in Deutschland gehört. Da hieß es, das Kinder von dieser Armut bedroht sind, wenn nur ein Elternteil arbeiten geht.

Das hat die Politik der letzten 20 Jahre gut hinbekommen. Deutschland ist wettbewerbsfähig auf Kosten unserer Kinder und unserer Gesundheit.



Sonntag, 10. September 2017

Landliebe


Direkt neben der großen Pferdeweide gibt es einen Bioladen mit Landwirtschaft und Viehhaltung. Das hier ist der liebevoll gestaltete Bauerngarten der sich so schön in die bergische Landschaft bei Solingen einfügt. Ein Fleckchen Erde, die einen keinen Moment zweifeln lässt, das die Natur göttlich und absolut harmonisch durchdacht ist. Ich bin immer tief gläubig, wenn ich auf das Land schaue.



Dieser kleine Torbogen gehört zur Burg Hohenscheid, die hier wunderbar über das Land ragt. Ich habe sie aber noch nicht fotografiert. Mir war diesmal die Landschaft wichtiger. Die Burg steht schon seit dem 13. Jahrhundert. Eigentlich war sie nur ein Rittergut und hat oft den Besitzer gewechselt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie von einem Solinger Industriellen gekauft und als Hotel wieder aufgebaut. Sogar Paul McCartney und die Rolling Stones waren hier schon zu Besuch. Mittlerweile ist aus dem Burghotel eine Christliche Lebensgemeinschaft geworden, die dort wohnen und hilfsbedürftige Menschen aufnehmen.

Wie ich schon vorher geschrieben habe, ist es nicht schwer, hier den Glauben an das Göttliche aufrecht zu erhalten.







Montag, 4. September 2017

Wenn Du Dich quälen lassen willst, lass Dir ein Tattoo stechen

Soweit die Aussage von Moksha Diva in ihrem Buch "Die Seelenflüsterin".

Es geht mal wieder um das Thema Partnerschaft. Es ist im Moment mein Thema. Ich schwanke zwischen wäre mal wieder schön und bist Du überhaupt noch bereit, Dich mit dem Thema so richtig zu befassen.

Leider hat Verena recht, die meisten Menschen quälen sich gegenseitig in ihren Beziehungen, triggern ständig ihren tiefen Schmerz, nur um nicht alleine sein zu müssen.

Der Umgang miteinander, auch in den Familien, hat oft wenig mit Respekt und Miteinander zu tun.

Ich vermisse allerdings ein bisschen Gesellschaft in meiner häuslichen Umgebung und denke ja schon lange über eine 50+ WG nach. So wie viele andere auch. Aber auch hier muß es passen, man muß sich respektieren und die nötige Balance zwischen Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeit zu erhalten.

Ich stelle mir idealerweise ein Mehrfamilienhaus vor, mit einer Gemeinschaftsküche und einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer oder Gesellschaftsraum vor. Jeder der das Verlangen nach Gesellschaft hat, hält sich dort auf und ansonsten kann jeder seiner Wege gehen. Einen gemeinsamen Garten, in dem man etwas anbauen kann und schöne Blumen hat, einen Feuerplatz für abendliche Lagerfeuer im Sommer, und ganz wichtig eine schöne Schaukel, oder zumindest eine Hängematte. Ich finde schaukeln immer schon sehr schön, ich kann dabei herrlich loslassen und mich vom Wind umwehen lassen.

Ausserdem brauche ich sehr viel Natur um mich herum. Mitten in einer Stadt kann ich nicht existieren. Dafür ist mir die allgemeine Hektik dann zu gegenwärtig.

Am Wochenende habe ich einen Ausflug ins schöne Neanderthal in der Nähe von Düsseldorf gemacht. Eine sehr schöne Ecke dort. Obwohl es nur 35 km von mir entfernt ist, war ich noch nie da.

Ich werde auf jeden Fall wochentags nochmal hinfahren, weil es dann ja wesentlich ruhiger ist in der Natur.




Samstag, 2. September 2017

Meine Woche in Bildern


Der Herbstanfang wird sichtbar und fühlbar. Die Nächte deutlich kühler schon und die Wiesen bleiben bis zum Mittag feucht.

Das Licht wird magisch



Wenn sich in mir gemischte Gefühle melden, ich nicht weiter komme beim nachdenken ist es am besten raus zu gehen. Ich habe jetzt mit einem 100 Tage Zyklus Übung in der Qigong Naturübung begonnen. Am besten klappt sie natürlich draußen im Wald.



Der Kleine freut sich an seiner Freiheit und tobt über die riesige Weide. Mir geht jedesmal das Herz auf, wenn ich die Pferde in ihrer natürlichen Form der Herde beobachten kann. Die beste Entscheidung in diesem Jahr. Wieder mit Pferden zusammen zu sein.


Ich geniesse meine Mittagspausen nach dem Essen. Meine beste Zeit ist vom frühen Morgen bis ca 14.00 Uhr. Danach bin ich für konzentriertes Arbeiten nicht mehr zu haben.

Freitag, 1. September 2017

Wie hättest Du es denn gern? Oder back Dir Deinen Partner am besten

Die Psychologen haben seit ewigen Zeiten Hochkonjunktur.


Ein großer Teil des Klientel besteht aus Menschen die in ihrer langjährigen Beziehung krank geworden sind und Menschen, die gegen ihren Willen schon zu lange Single sind.

Die Wahrheit über die ideale Beziehung ist, sie ist relativ selten.

Die einen klagen über ewige Routine und nix läuft mehr seit ewigen Zeiten im Schlafzimmer und die anderen, naja nix läuft mehr seit ewigen Zeiten.

Die Online Single Börsen helfen auch nicht wirklich weiter. Die Ansprüche in der Vorauswahl sind gewaltig. Und anstatt sich einzugestehen, das man derzeit beziehungsunfähig ist, aus Bindungsangst, oder weil man immer an die/den falschen gerät, was mit der eigenen Auswahl zu tun hat, dreht sich das Partnerkarussell immer schneller.

Wer verdient an dieser ganzen Misere? Eben die oben Genannten.

Die eigene Einschätzung bedarf meistens einer Überarbeitung, entweder fällt sie zu gut oder zu schlecht aus. Und wir wollen mal ehrlich sein, das Bild was unsere Eltern in uns hinterlassen haben, prägt uns auch ziemlich stark. Entweder soll der Partner genau so wie......., oder auf keinen Fall so wie...... sein. Das alles spielt sich eher auf der unterbewussten Schiene ab.

Ich hab schon mal die Backzutaten gekauft. Echt jetzt.






Mittwoch, 30. August 2017

Wer schreibt was nicht gern gesehen wird........

wird strafversetzt.

Jetzt hat auch auf meinem Blog die Zensur von Seiten Google stattgefunden. Sie haben mich in der Suchmaschine von ziemlich oben nach weiter hinten geschoben und ich selbst darf meine Blogartikel nur noch auf meinem eigenen Googlekonto publik machen. Das ist mir bereits vor einigen Wochen aufgefallen, aber da ich von immer mehr Bloggern höre und lese, das sie entweder blockiert oder zumindest weit nach hinten geschoben worden sind, wundere ich mich nicht mehr.

Dadurch sind natürlich auch meine täglichen Klicks rapide gesunken. Zum Glück schreibe ich nur zu meiner persönlichen Erbauung und mir soll es wurscht sein, weil ich nicht davon lebe, sondern nur mein Mitteilungsbedürfnis stille.

Der Header meines Blogs allein reicht wahrscheinlich schon aus, um mich als systemfeindlich auszumachen. Er bleibt trotzdem und jetzt erst recht.

Seid wachsam. Und glaubt nicht alles, im Augenblick schon mal gar nicht, was im Fernsehen und in den Zeitungen als Nachrichten deklariert wird.

Ich weiß das Bild ist heute etwas krass, aber dem Anlass entsprechend.


Samstag, 26. August 2017

Spätsommer

Gestern bin ich wieder durch mein persönliches Heil Land gestreift und ich liebe diese Spätsommertage, die so sanft sind. Es ist meine absolute Lieblingszeit im Jahr.

Das Licht , die Luft, die Bäume, die Pflanzen, alles atmet durch, hat es wieder geschafft,

einen Sommer ins Land zu bringen, alles wachsen zu lassen

und sitzt jetzt entspannt in einem Schaukelstuhl und schaut und geniesst.



Donnerstag, 24. August 2017

Braucht man Vorbilder in seinem Leben?

Ich möchte mal so werden wie........, wenn ich groß bin.

Diesen Satz kennt glaube ich jeder aus seiner Kinderzeit.

Und wie ist das so, wenn man dann "groß" ist mit den Vorbildern? Oder ist man vielleicht sogar selber zu einem Vorbild für andere geworden?

Von Zeit zu Zeit treffe ich Menschen, die mich faszinieren. Mit dem was sie tun oder was sie sagen. Dann sauge ich förmlich deren Energie in mich ein, beschäftige mich ganz viel mit ihnen und dem was sie tun, wie sie es tun, und lasse mich von ihrem Spirit inspirieren. Es hat etwas, ich würde fast sagen schamanisches oder auch etwas homöopathisches an sich.

Diese Menschen bringen etwas in mir zum klingen, was bereits in mir vorhanden ist, aber noch nicht zur Entfaltung kommen konnte.

Ich bin dankbar für diese Menschen. Die mich daran erinnern, wohin meine Reise geht und das es immer wieder Lehrer für mich geben wird, die mich eine Weile begleiten und dann wieder ihrer Wege und ich meiner Wege gehe.






Dienstag, 22. August 2017

Suchen Sie Arbeit?

Letzte Woche sprach mich eine entfernte Nachbarin an.

"Ich sehe sie immer den ganzen Tag hier, wenn sie mit dem Hund spazieren gehen, oder mal mit dem Auto wegfahren, Sie sind immer Zuhause. Suchen Sie eine neue Arbeit?"

Nein, wieso?

Ja ich dachte, Sie sind doch noch so jung und alleinstehend.


Das ist sehr nett von Ihnen, das Sie sich um mich sorgen, aber ich habe bereits 43 Jahre gearbeitet und das reicht mir völlig für dieses Leben. Jetzt mache ich nur noch, was ich möchte und mir Freude macht."

Dann hab ich noch brav gesagt, wie alt ich bin und eine gewisse Fassungslosigkeit im Gesicht der Nachbarin erkannt.

Ich dachte Sie wären viel jünger.

Dankeschön für die Fürsorge und das Kompliment bezüglich meines Aussehens.





Montag, 21. August 2017

Der neurotische Mensch

Keiner will gleich sein, wie der andere, jeder möchte als Individuum erkannt und anerkannt werden. Schwierige Zeiten aus denen wir lernen können.

Im Gleichschritt gehen mag zwar ungestörter vorwärts bringen, aber die Richtung ist sehr sehr fraglich

und vor allem diejenigen, die uns lenken wollen mit Angst und Brot und Spielen

ihnen ist nicht zu trauen.

Denke selber, erfinde Dich jeden Tag neu

und lass das, was Dir vor einiger Zeit noch richtig und wahr erschien

ruhig heute als Lüge erkannt werden.

Es ist ein Prozess zu Gunsten der Menschen



Montag, 14. August 2017

Gedanken zum Thema Tod

Am Wochenende bin ich mehrmals dem Thema Tod begegnet.

Einmal ist der Vater meiner Freundin am Freitag ziemlich unerwartet gestorben. Es hat sich schon angekündigt, aber meine Freundin hat es immer wieder kräftig verneint.

Ich habe mich dann natürlich mit meiner Freundin über den Tod und die Beerdigung unterhalten. Dabei hat meine Freundin festgestellt, das sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht hat, wie sie beerdigt werden will. Die meisten Menschen haben so ein Grauen vor dem Tod, meist die, für die mit dem Tod alles vorbei ist, das sie es erfolgreich bis zu einem gewissen Punkt verdrängen.

Und dann habe ich auf Youtube mehrere Vorträge vom Berliner HP Andreas Krüger angeschaut und auch er hat ein homöopthisches Mittel besprochen, dessen typisches Zeichen es ist, sich ganz genau damit zu beschäftigen, wie man beerdigt werden will. Bis ins kleinste Detail durchdacht.

Ich bin bisher dem Tod in meinem nahen Umfeld einige Male begegnet und spüre einen unendlichen Frieden, von den Toten ausgehend. Sowohl bei Mensch als auch beim Tier.

Der Tod ist für mich kein Tabu und ich versuche immer wieder, mich mit ihm anzufreunden. Irgendwann werden wir uns sowieso begegnen. Warum nicht auf einer freundschaftlichen Basis.

Ich habe heute morgen noch mal meine Liste durchgearbeitet, wie ich meine Beerdigung wünsche und bin dabei auf einen Sarg gestoßen, der aus Zellulose hergestellt wird und mit verschiedenen Motiven bedruckt ist. Zellulose finde ich deshalb völlig ausreichend, weil ich mir eine Feuerbestattung wünsche und nicht will, das deswegen gutes Holz verwendet werden muß, nur um mich einzuäschern.

Ausserdem gibt es hier in meiner Stadt einen Friedhof, wo es Baumbestattungen gibt. Man kann seine Urne am Fuße eines Baumes in die Erde geben lassen, entweder anonym oder mit einer Plakette an dem entsprechenden Baum. Das finde ich für mich absolut stimmig.

Abschiedsworte der Lakota-Indianer

Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin nicht da,
nein ich schlafe nicht.
Ich bin
eine der tausend wogenden Wellen des Sees,
ich bin
das diamantene Glitzern des Schnees,
wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen, dann bin ich für euch verborgen,
ich bin ein Vogel im Flug, leise wie ein Luftzug,
ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht.
Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin nicht da,
nein ich schlafe nicht.