Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 29. Mai 2017

Das Pferteparadies oder artgerechte Pferdehaltung ist möglich

Seit über 35 Jahren beschäftige ich mich nun aktiv mit Pferden und bin sehr glücklich, das sich so viel gutes in dieser Zeit getan hat.
Früher standen Pferde, die ausschließlich zum Reitsport genutzt wurden, bis zu 22 Stunden täglich, tagein tagaus in einer kleinen Box und warteten darauf, das sich jemand bequemte ihnen Bewegung zu verschaffen. Wenn sie ganz viel Glück hatten, durften sie im Sommer mal für ein paar Stündchen auf eine kleine Weide.

Heute hat sich viel geändert. Viele Landwirte haben die Viehwirtschaft wegen Unrentabilität an den Nagel gehängt und haben die Ställe zu Pferdeboxen und die Weiden zu Pensionswiesen für Pferde umfunktioniert. Zum Wohl der Pferde, zumindest in den meisten Fällen. In den Städten ist es nach wie vor kaum möglich, aber an den Randgebieten oder auch ein paar Kilometer weit draußen fangen sie an, die heutigen Pferdeparadiese. Eines davon ist das, wo jetzt Louisa steht, die Traberstute, die ausrangiert wurde, weil sie zum großen Sport nicht taugte, noch ein Fohlen verpasst bekam, um wenigstens noch etwas Kapital aus dem Tier zu schlagen. Louisa und ihr kleiner Sohn wurden von einer jungen Frau gekauft, wobei eigentlich nur das Fohlen ausgesucht wurde, die Stute dazu wurde verschenkt, damit sie aus den Kosten war, da es ihr gesundheitlich nicht so gut ging. Das ist jetzt 2 Jahre her. Die Stute hatte Glück, das sie mit ihrem Sohn ein neues sehr schönes Zuhause bekommen hat, sonst wäre sie beim Schlachter gelandet, wie viele Pferde aus dem Rennsport, die sich nicht als Reitpferd verkaufen lassen.

Seit gestern ist sie hier eingezogen und bald wird ihr Sohn, der noch in einer Fohlenherde steht, mit dabei sein. Ich freue mich so.



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