Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Sonntag, 30. Juli 2017

Ausverkauf der Paradiese

Durch die Billigflieger wird reisen immer günstiger. Bis in die hintersten Ecken der Erde. Ich verfolge schon seit einigen Monaten einen Reisevlog von einem jungen Kölner Ehepaar. Sie sind auf Weltreise und dokumentieren das mit fast täglichen Videos. Einerseits bewundere ich die Beiden. Sie haben jeden Cent gespart, um sich diese Zeit zu ermöglichen. Sie haben alles verkauft, haben ihre Wohnung gekündigt und sind losgezogen. Sie waren bereits in Australien, Indonesien, Kambodscha, Südafrika, Kuba und jetzt in Mexiko. Sie haben schon viel gesehen und viel erlebt.

Was mich schockiert, egal in welchen entlegenen Winkeln der Länder sie auch sind, es gibt immer Schwärme von Touristen. Es erschreckt mich. Und das sind keine Rucksacktouristen, sondern meist Menschen im Rentenalter. Klar , alle Menschen haben dieses Ziel früher anvisiert, wenn wir nicht mehr arbeiten müssen, schauen wir uns die Welt an. Aber irgendwie fühlt es sich falsch an. Unberührte Natur, uralte Gebäude oder Tempel und plötzlich fahren Busse vor und alles ist voll von Menschen die laut überall herumlaufen.

Aber auch die andere Seite gibt es. Junge Menschen die an den schönsten Stränden dieser Erde, und die sind nicht unbedingt in der Karibik oder Südsee, ihr Leben dahingleiten lassen. Sie betteln nicht selten die ankommenden Touristen um Geld an, damit sie wieder verlängern können, oder um das Geld für ein Rückflugticket zusammen zu bekommen. Es ist schon seltsam, was so auf unserer Erde vor sich geht. Und meistens bekommt man nichts davon mit und geht jeden Tag brav zur Arbeit und hat seine oft selbstgemachten Probleme.

Samstag, 29. Juli 2017

Stormy Days

Ein Erlebnis mit der Stute hat mich diese Woche tief bewegt. Wind macht die Pferde wild und unruhig, vor allem wenn sie draußen in der Natur sind. Sie sind auch etwas stürmischer und wilder als gewöhnlich.

Als ich die Stute Anfang der Woche von der Weide in den Stall geholt habe, war sie sehr aufgeregt. Sie schnaubte und wieherte immer wieder und einmal stieg sie und wieherte laut dem Sturm entgegen. Es war ein fantastisches Gefühl von Wildheit und dem Wunsch nach Freiheit den sie damit ausdrückte.

Ich habe das Bild nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Und da ich ja gerade versuche, die Aquarelltechnik in mein malen zu integrieren, ist diese Zeichnung auf dem Papier gelandet. Ohne Plan auf einmal war das Pferd auf dem Blatt und dann die Landschaft, wie ich sie in Erinnerung hatte.

Ich kann kein Bild annähernd zweimal malen, jedesmal ist es eine bestimmte Stimmung, die in mir ist, die da auf dem Papier erscheint.

Freitag, 28. Juli 2017

Erlaube, dass dir heilsame Hilfe geschenkt wird

Manchmal sind auch die Menschen, die für alles eine Lösung zu haben scheinen, hilflos und mutlos.

Für diese Menschen ist es besonders schwer, von anderen Hilfe anzunehmen oder darum zu bitten.

Daher der Spruch des Tages für mich und alle, denen es manchmal so geht.

Erlaube, dass dir heilsame Hilfe geschenkt wird.


Donnerstag, 27. Juli 2017

Regentage

Es wurde höchste Zeit, das es regnet, aber wie so oft, war es dann doch wieder ziemlich heftig. Bei uns hier im Kölner Raum sind keine Flüße über die Ufer getreten, aber viele Keller vollgelaufen. Jetzt wird wieder von Klimawandel gesprochen. Meine Beobachtung sagt, das es entlang der Kraftwerke immer am schlimmsten ist, mit den Unmengen von Wasser. Kommt der Wind bei uns z.B. aus Belgien überqueren die Wolken etliche Kraftwerke, die auch an der Grenze zu Belgien liegen, dann noch die, die kurz vor Köln stehen und dann ist das Unwetter vorprogrammiert. Warum wird darüber nie geschrieben?

Im Sommer, wenn die Luft so warm ist, werden halt bei entsprechender Wetterlage aus den vielem Wasserdampf, der aus den Kraftwerken aufsteigt, riesige Mengen von Wolken voll mit Regen. Das wird einfach verschwiegen. Solange eine Hochdrucklage vorliegt, passiert nix. Im Winter auch nicht, es sei denn es kommt eine Warmfront mit Wind.

Wie auch immer, die Natur, die Wälder und Flüße sind dankbar für den Regen, die kleinen Bäche waren fast nur noch Rinnsale und wenn wir durch den Wald gegangen sind, war alles knochentrocken. Ich habe förmlich gefühlt, wie alles Leben in den Wäldern erleichtert aufgeatmet hat. Nun ist alles voller Pilze.

Die Pferde lieben auch die Regentage, sind doch endlich die unendlich vielen Bremsen und Fliegen mal nicht da. Und ich hab das Aquarellmalen für mich entdeckt. Es macht mir im Augenblick einen Riesenspaß.


Samstag, 22. Juli 2017

Konsum und gutes Benehmen

Man lässt sich gerne bereichern, ist aber zu bequem ein Feedback dazulassen.

Von Zeit zu Zeit ärgert es mich schon. Ich habe am Tag durchschnittlich zwischen 50 und 100 Besucherinnen. Es kostet nichts hier vorbei zu schauen. Aber ab und zu mal ein Wort an die Autoren der Blogs zu richten, ist wie Applaus zu spenden für eine Darbietung, die ich besuche. Egal ob sie etwas kostet oder nicht.

Es muss und soll nicht alles jedem gefallen. Aber ein bisschen Achtsamkeit finde ich schon sehr schön. Vielen Dank fürs vorbeischauen.

Dienstag, 18. Juli 2017

Wie hast Du Dir Dein Leben vorgestellt, als Du Kind warst

Schon als Kind hatte ich nicht diesen Wunsch, den viele Mädchen haben, heiraten und Kinder kriegen.

In meinen Träumen waren Abenteuer, die es zu erleben galt, Pferde und Hunde. Ich wollte ein Auto haben und damit überall herumfahren.

Und am Wasser wollte ich sein, an einem großen See oder am Meer. Wie komme ich darauf, darüber jetzt nachzudenken?

Viele Frauen fragen mich, warum ich keine eigenen Kinder habe. Dann habe ich natürlich darüber nachgedacht und festgestellt, das war nie mein Traum vom Leben.

Ich lebe meinen Kindheitstraum und was sonst sollte einen glücklicher und dankbarer machen.


Donnerstag, 13. Juli 2017

Auf dem Weg zu mir

Dieses Jahr habe ich sehr oft die Möglichkeit mich zu reflektieren und festzustellen, das ich wirklich auf dem Weg zu mir bin.

Es fällt mir auf, das ich zu oft unbewusst zugelassen habe, so wie andere sein zu müssen, weil ich es so gelernt habe. Sei angepasst, sei überkritisch, wo ist der Haken. Negativ über Menschen denken, die ich noch gar nicht kenne. Etwas einfach geschehen zu lassen, obwohl es mir nicht passt, nicht zu mir passt. Ich spreche jetzt natürlich nur von meinem persönlichen Umfeld.

Ich habe sehr viele Dinge am Tag, über die ich wahnsinnig dankbar bin. Ich fühle mich so frei und glücklich, in der Lage, mein Ding zu machen.

Letztens habe ich einen Satz gehört, der mir sehr gut gefallen hat. Thomas Schmelzer von Mystica TV hat ihn gesagt. Er sagte, trau Dich ganz tief in Dir drin nach Deinem sehnlichsten Wunsch zu forschen. Und wenn Du ihn gefunden hast, dann nimm ihn ernst und hauche ihm Leben ein.

Und ich habe noch etwas gelernt. Rede nicht drüber, sondern tue es.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Familie


Meine beiden Süßen. Roi und Louisa. Gestern habe ich sie das erste Mal zusammen von der Weide geholt. Roi kennt mich ja noch nicht so gut. Deshalb habe ich erst die Mama geholt und dann Roi. Das hat ihn überzeugt. Er ist wie ein großer verspielter Hund. Er schubst einen immer ein bisschen mit der Schnauze, wenn man vor ihm geht. Und in seinen Strick beißen und damit spielen tut er auch. Das hat mein Hund auch getan, als er noch klein war. Keinerlei Misstrauen gegen Menschen. Wenn er könnte, würde er sich auch noch auf meinen Schoß setzen.

Dienstag, 11. Juli 2017

Bewegung ist eher out in der Pubertät

Bald gibt es Zeugnisse. Die Lehrer wollen noch ein paar entspannte letzte Tage vor den Ferien verbringen, mit den Kids ist lerntechnisch
nicht mehr zu rechnen. Kann ich auch gut nachvollziehen.Die Noten stehen.

Gestern morgen gehe ich also mit dem Hund zum Wald und treffe da unverhofft eine Horde von Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 und ein paar laut klatschender und rufender Lehrer an.

Was war los? Walking Day, klärte mich später eine Lehrerin auf. Es stand noch mal Bewegung auf dem Programm. Walken oder joggen, mindestens 2,5 km, nach oben hin offen. Einige Jungs waren ordentlich motiviert, verschwitzt und laufend kamen sie mir entgegen, teilweise mit einem guten Tempo. Doch die meisten Jungs latschten eher lustlos in Gruppen daher und sahen sehr unmotiviert aus.

Die Mädels maximal schneller gehend, eher schlendernd mit Smartphones bewaffnet, wegen der Selfies für Facebook usw. und bloß nicht schwitzen, weil da sieht man ja nicht mehr gut aus. No way.

An jedem Streckenposten wurde gemault, weil man gerne abkürzen wollte, die Lehrer einen aber nicht ließen. Bewegung ist echt nicht in, in der Pubertät.

Der Frosch saß letztens auch lange Zeit bewegungslos auf dem Weg. Wahrscheinlich auch in der Pubertät ;)




Montag, 3. Juli 2017

Willkommen

Jetzt ist er also da der kleine Roi, der zweijährig schon größer als seine Mama ist.

Es ist so schön und lehrreich Pferden dabei zuzusehen, wie sie miteinander kommunizieren. Erkannt haben sich Beide sofort, obwohl sie sich ein Jahr nicht gesehen habe. Roi war inwzischen in einer Fohlenherde untergebracht, was auch sehr viel Sinn bei jungen Pferden macht.

Als erstes hat Mama ihm nochmal den Respekt abverlangt, damit er nicht frech wird. Das ist bei Pferden und eigentlich bei allen Tieren völlig normal. Nur bei uns Menschen funktioniert es immer weniger, das Kinder von ihren Eltern ein bisschen Respekt beigebracht bekommen.

Nun sind die Verhältnisse geklärt und unser Neuzugang hat sein endgültiges Zuhause bezogen. Ich freue mich so. Er ist so ein tolles Pferd.

Willkommen junger Roi. Ich bin so gespannt, was wir zusammen erleben werden. Einen Zweijährigen zu betreuen, ist auch für mich eine neue Aufgabe.

Sonntag, 2. Juli 2017

Es gibt immer was zu meckern....

.... am liebsten übers Wetter. Kaum regnet es mal einen Tag posten die Ersten schon, das soll ein Sommer sein?

Bei meinen täglichen Waldspaziergängen und auch bei Gesprächen mit Landwirten war es höchste Zeit, das endlich Regen auf die Erde fällt.

Die Waldbrandgefahr war sehr hoch und wenn wir mal beobachten, in Portugal oder auf den Kanaren, was Waldbrände anrichten, so können wir froh sein, wenn es mal einen ganzen Tag und eine Nacht durchregnet.

Ich bin froh und dankbar für den Regen. Raus gehe ich so oder so. Mein Hund und die Pferde fragen nicht nach dem Wetter. Und mal ehrlich, es schläft sich mit einer regenfrischen Luft ausgesprochen gut. Also. Die Sonne ist immer da, auch wenn gerade mal ein paar Wolken davor sind.

In dem Sinne ein gemütliches Wochenende. Heute kommt das 2. Pferd in den Stall. Der Sohn von meiner Pflegestute. Ich bin schon sehr gespannt. Aus eins mach zwei. Wer hätte das gedacht, jetzt hab ich schon 2 Pferde, um die ich mich kümmern darf. Ich freue mich.